Türchen Nr. 6

Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel, illustriert von Frank Flöthmann (DuMont Buchverlag)

Vor einem großen Wald wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, Hänsel und Gretel. Er konnte sich das tägliche Brot nicht mehr leisten und ließ sich schweren Herzens von seiner Frau davon überzeugen, die Kinder im Wald auszusetzen. Doch die Kinder hörten, was die Stiefmutter zum Vater sagte. Kaum waren die Eltern eingeschlafen, stand Hänsel auf, zog sich an, machte die Untertüre auf und schlich sich hinaus, um weiße Kieselsteine aufzusammeln. Diese ließ er am nächsten Morgen einen nach dem anderen fallen, während sie in den tiefen Wald geführt wurden. Am Abend dann folgten die Kinder den Kieselsteinen, die im Mondschein schimmerten. So kamen sie nach Hause. Doch schon bald war wieder große Not und die Mutter überredete den Vater ein zweites Mal, die Kinder auszusetzen. Hänsel stand wieder auf, um Steine zu sammeln, doch die Frau hatte die Tür verschlossen. So warf Hänsel am nächsten Tag Brotkrumen auf den Weg.

Im Mondschein machten sich die Kinder auf, aber sie fanden kein Bröcklein mehr, denn die Vögel hatten sie weggepickt. Nach langer Suche im Wald kamen die Kinder zu einem Haus, das aus Brot gebaut und mit Kuchen gedeckt war. „Da wollen wir uns dranmachen,“ sagte Hänsel und die Kinder fingen an zu essen. Da rief eine feine Stimme aus der Stube heraus: „Knusper, Knusper, Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ Die Kinder antworteten: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind,“ und aßen weiter, ohne sich irre machen zu lassen. Auf einmal ging die Türe auf, und eine steinalte Frau kam herausgeschlichen. Sie lud die Kinder ein, hereinzukommen, zu essen und sich auszuruhen. In Wahrheit war die Alte aber eine böse Hexe, die die Kinder kochen und essen wollte. Sie sperrte Hänsel in einen kleinen Stall mit einer Gittertüre, um ihn zu mästen. Gretel musste frühmorgens hinaus zu dem Backofen, aus dem die Feuerflammen schon herausschlugen. „Kriech hinein,“ sagte die Hexe, „und sieh zu, ob recht eingeheizt ist.“ Aber Gretel stellte sich dumm und so steckte die Alte den Kopf selbst in den Backofen. Da gab ihr Gretel einen Stoß, machte die eiserne Tür zu und schob den Riegel vor. Hu! Da musste die gottlose Hexe elendiglich verbrennen.

Gretel öffnete das Ställchen und rief: „Hänsel, wir sind erlöst, die alte Hexe ist tot.“ Da sprang Hänsel heraus wie ein Vogel aus dem Käfig, wenn ihm die Türe aufgemacht wird. Im Haus der Hexe fanden die Kinder Perlen und Edelsteine. Sie machten sich auf den Weg, und nach einer Weile erblickten sie von weitem ihres Vaters Haus. Der Mann hatte keine frohe Stunde gehabt, seitdem er die Kinder im Walde gelassen hatte, die Frau aber war gestorben. Nun aber hatten alle Sorgen ein Ende und sie lebten in lauter Freude zusammen.


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